Die Geschichte der Familie Lélek

Liebe Freunde des guten Geschmacks,

 

ich bin es, euer Ehés Lélek. Wie ich hörte, wollt ihr mehr über mich und meine Familie erfahren und ich will dieser Bitte gerne nachkommen. 

 

Wie ihr vielleicht schon wisst, stamme ich aus der traditionsreichen Familie Lélek. Unsere Vorfahren zählten im 16. Jahrhundert zu den ersten Siedlern der berühmt-berüchtigten Steppenlandschaft, die wir heute als die ungarische Puszta kennen. Wir waren Hirten, grasten mit den Tieren tagelang über die Felder und uns reichte das eigentlich zum Leben. Doch irgendwann entdeckten wir den Genuss.

 

Es muss mein Urururururgroßvater gewesen sein, der den vielen und fleißigen Männern und Frauen an besonders anstrengenden und staubigen Tagen eine Gaumenfreude bereiten wollte, indem er seinen ohnehin berühmten Hefeteig kurz in heißem Fett baden ließ. Er nannte dieses Gebäck "Lángos" und sie ihn fortan "Lélek", was so viel wie "Seele" hieß. In der Tat sehr passend, denn bis heute ist der Lángos nach unserem traditionsreichen Familienrezept eine Art Seelenfutter.

 

Des alten Lélek’s Künste führten zu einer vergleichsweise ungehobelten Liebelei zu einer Hirtin namens Dóra. Sie ist quasi so etwas wie meine Urururururgroßmutter. Eine burschikose Frau mit einem Herz voller Liebe. Diese Liebe, gerade gegenüber den Kindern des Dorfes, war so groß, dass ihnen zu Weihnachten etwas Besonderes bieten wollte, weil sich diese Schmäher nichts aus Lammbraten machten. Also nahm sie sich ein paar Knüppel, umwickelte diese mit Lélek’s Hefeteig und hielt sie über das offene Feuer. Ordentlich gezuckert konnten kurz darauf alle Kinder eine wunderbare süße Köstlichkeit in ihren Händen halten und das Stockbrot, in Ungarn "Kürtőskalács" genannt, ward geboren.

 

Seitdem ist viel Staub durch die Weiten der Puszta geweht und hat gar nicht so viel verändert wie man meinen möchte: Noch immer hockt der Familienclan der Lélek’s dicht an dicht  irgendwo in der Pustza und hütet unsere Tiere. Und noch immer machen wir unsere Köstlichkeiten auf dieselbe Art und Weise wie es der alte Lélek und seine Frau taten. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr schweigen wie ein Grab, was das Handwerk, die Rezeptur und das besondere Etwas angeht.

 

Nein, Lángos und Stockbrot haben schon vor Jahrzehnten ihren Reise um die Welt angetreten, wurden nachgeahmt und leider allzu oft schlecht gemacht. Für uns Grund genug, um all jenen, die sich mit ehrlichem Herz, fleißiger Hand und eigenem Verstand probieren, zu verraten, wie es geht.

 

Wir machen das aus Liebe zum Lángos und Hingebung zum Stockbrot und weihen nur einen sehr kleinen, auserlesenen Kreis von Menschen ein. Und wenn du, lieber Freund des guten Geschmacks, nun deine Augen von deinem Bildschirm löst und dich auf den Weg ins »Lélek Jena« machst, dann kannst du einige der Auserwählten hinter der Theke sehen.

 

 

Lass es dir schmecken,

 

dein Ehés Lélek.

 

 

www.lelek-international.com 

 

Sonnenhof 1

Im Herzen von Jena

 

Geöffnet:

Mo - So  11 bis 20 Uhr